Kryptoparty: Piraten Osnabrück bieten praktische Hilfe gegen Überwachung



Wie kann ich Privatsphäre vor Unternehmen und Geheimdiensten schützen? Die Piratenpartei Osnabrück lädt interessierte Bürger aus Stadt und Region zur kostenlosen Kryptoparty ein, einem Treffen bei dem jeder Teilnehmer die Grundlagen anonymer und sicherer Kommunikation im Netz erlernen kann. Das Treffen findet am 23.07.2013 um 19.00 Uhr in der Kreisgeschäftsstelle der Piraten, Ruppenkampstraße 12, statt. Die Veranstaltung bietet einen Überblick über Möglichkeiten die eigenen Daten im Internet zu schützen und praktische Hilfe beim Einrichten der Tools. 

Christian Nobis, Vorsitzender des Kreisverbands sagt dazu:

“Im Zuge des empörenden Datensammelskandals PRISM, der die Menschen auch hier in der Region bewegt, fühlen wir Piraten uns verpflichtet, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Unsere technisch versierten Mitglieder werden den Teilnehmern zeigen, wie die Kommunikation über das Internet, zum Beispiel per E-Mail, abhörsicher gestaltet werden kann. Solange kein politischer Wille vorhanden ist, die Bürgerinnen und Bürger vor Ausspähung zu schützen, müssen sie die Möglichkeit haben, sich selbst zu schützen. Bis wir politisch einen starken Datenschutz und ein Abkommen für die internationale Abrüstung der Überwachungsinfrastrukturen durchgesetzt haben können wir der Technik mehr vertrauen als einer Regierung, die in einer Salami-Taktik nach und nach immer größere Dimensionen von staatlicher Überwachung herausrückt." 

Neben Mail-Verschlüsselung über PGP (Pretty Good Privacy) werden auch das Verwischen des eigenen digitalen Fingerabdrucks, Datensparsamkeit und anonymes Surfen ein Thema sein. Nach einer Einführung in die Grundlagen und Vorstellung der Software stehen die PIRATEN Osnabrück bei einer Installation helfend zur Seite und verraten wie man mit einfachen Mitteln seine Daten auch vor datenhungrigen Geheimdiensten schützen kann.

Katharina Nocun, politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland und Direktkandidatin im Landkreis Osnabrück, ergänzt: "Es ist ein Armutszeugnis für die Regierung, wenn die Gewährleistung unserer Grundrechte auf die Bürger abgewälzt wird. Statt Steuermillionen in immer neuen Überwachungssystemen zu versenken sollte die Bundesregierung lieber das Geld in die Sicherheit der Kommunikation der Bürger und Freie Software ohne Geheimdienst-Hintertüren investieren und anonyme und vertrauliche Kommunikation im Netz für jedermann fördern."

Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Es wird darum gebeten, einen eigenen Laptop mitzubringen. Die KGS ist mit den Linien 11,12,13 zu erreichen, Haltestelle Heiligenweg/Schinkelbad.