Kandidatenvorstellung: Ralf ter Veer

 
SteckbriefPorträt von Ralf ter Veer
Name: Ralf ter Veer
Jahrgang: 1981
Wohnort: Osnabrück - Hellern
Beruf: Softwareentwickler
Wahlbereich: 7 (Atter, Eversburg, Hafen; 701-711)
 
Warum bin ich Pirat?
Aus Notwehr! Vor der Europawahl 2009 wurde mir immer deutlicher bewusst, dass die etablierten Parteien kaum noch die Interessen aufgeklärter Bürger vertreten. Spätestens während der Netzsperren-Debatte wurde klar: Die Volksparteien hatten die Digitale Revolution verpennt und rühmten sich auch noch für ihre schädliche Symbolpolitik. Die wenigen, guten Netzpolitiker der kleinen Parteien fanden kein Gehör und wurden überstimmt. 
Da alle Parteien sich in den für mich wichtigen Themen unwählbar gemacht hatten und eine außerparlamentarische Opposition auch wenig Erfolg versprach, gründete ich mich einigen Gleichgesinnten den Osnabrücker Verband der Piraten und engagiere mich dort seitdem. So kann ich mein Know-How einbringen und anderen Wählern eine echte Alternative bieten. 

Was bedeutet Politik für dich?
Politik fängt dort an, wo der kategorische Imperativ aufhört. Die meisten Ratsbeschlüsse werden einstimmig gefasst, weil man eine Verbesserung für die größtmögliche Anzahl an Einwohnern erzielen kann. Dort allerdings, wo Gruppierungen benachteiligt werden, muss man im wahrsten Sinne des Wortes "Partei ergreifen" und sich der Diskussion stellen. 
 
Welche Aufgabe haben für dich die Piraten im Stadtrat?
Wir erfüllen im Rat drei wichtige Aufgaben. 
Die erste lautet Kontrolle: Wir Piraten fordern den gläsernen Staat statt des gläsernen Bürgers. Wir lehnen allumfassende Überwachung ab, weil der Mensch sein Verhalten ändert, sobald er das Gefühl hat überwacht zu werden. Im Rat drehen wir den Spieß um: allein durch unsere Anwesenheit werden Themen der Digitalisierung, Datensicherheit und der Privatsphäre nicht einfach unter den Teppich gekehrt, sondern müssen beraten und umgesetzt werden. 
Die zweite Aufgabe ist es, ein Sprachrohr zu sein für alle, die sich für unsere Stadt engagieren, aber keine Energie in politische Hahnenkämpfe und Gremiensitzungen vergeuden möchten. 
Die dritte Aufgabe sehen wir schließlich darin, als Impulsgeber langfristige Ideen ins Gespräch zu bringen, wie wir es z.B. mit unserem Zukunftskonzept 2020 für die Kreis-Stadt-Fusion und der FMO-Insolvenz getan haben. 
 
Was wünsche ich mir für Osnabrück?
Dass wir unserem Ruf als Friedensstadt gerecht werden. Dass Inklusion und Integration gelebter Alltag von Allen ist. Dass Entscheidungsträger positiv, rational und optimistisch auf Veränderungen regieren, statt alles schlecht zu reden um sich selbst zu profilieren. Dass Osnabrück seinen speziellen Charme behält und seine Attraktivität noch weiter steigern kann. 
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