"Es geht vor allem um die Verringerung der Unfallrisiken!" - Piraten Ratsmitglied spricht sich für Tempo 30 Modellversuch aus

In der vergangenen Ratssitzung vom 5. Dezember wurde ein Antrag der Regenbogenkoalition (ohne UWG)  beschlossen. Dieser sieht die Teilnahme an einem Projekt des niedersächsischen Verkehrsministeriums vor, welches Information bezüglich der Auswirkungen von Tempo 30 innerorts auf Lärm, Luft, Sicherheit und Verkehrsfluss liefern soll.

"Es geht vor allem um die Verringerung der Unfallrisiken! Bei Tempo 50 ist der Bremsweg doppelt so lang wie bei Tempo 30. Die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit sind immens und insbesondere die Radfahrer werden uns dankbar für die Umsetzung des Projekts sein." führt Nils Ellmers, das Ratsmitglied der Piraten in Osnabrück, an.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist laut Ellmers die Reduzierung des Lärms an den Standorten des Modellversuches um bis zu drei Dezibel. Infolge der logarithmischen Berechnung der Einheit halbiert sich die Schallenergie bei einem Unterschied von drei Dezibel und gilt als deutlich hörbar. Ein Unterschied von 10 Dezibel wird bereits als eine Halbierung der Lautstärke wahrgenommen. "Die Lebensqualität der Anwohner und Fußgänger an den Hauptstraßen wird sich wesentlich verbessern.", ergänzt er.

Bis jetzt findet der Beschluss allerdings noch sehr wenig Anklang bei den Osnabrücker Bürgern.
Hinsichtlich der aktuellen Verkehrssituation fühlen sich viele vom Rat hintergangen, da sie denken bei Tempo 30 nun noch länger in Staus verweilen zu müssen. Entgegen dieser Annahme veröffentlichte das Umweltbundesamt 2016 eine Publikation welche besagt, dass der Verkehr bei Tempo 30 sogar flüssiger laufen würde.