Pressemitteilung der Gruppe UWG und Piraten - Masterplan Mobilität in Gefahr - Stadtbahn als Ausweg?

Gruppe UWG und Piraten fordern aktuelles Gutachten

In der vergangenen Sitzung des Stadtrats sprachen sich Mitglieder mehrer Fraktionen für eine Stadtbahn in Osnabrück aus. Die Ziele des Masterplans Mobilität bezüglich der Erhöhung des ÖPNV-Anteils können wahrscheinlich nicht erreicht werden. Deswegen scheinen immer mehr der Osnabrücker Lokalpolitiker die Stadtbahn als eine ernstzunehmende Alternative zu betrachten.

Auch die Gruppe UWG und Piraten traf sich am Vorabend der Sitzung mit Akteuren der Stadtbahninitiative. Es wurde viel über die Vor- und Nachteile, die Fördermöglichkeiten von bis zu 90% aus Landes-, Bundes- und EU-Geldern und die Auswirkungen durch die Veränderungen am Neumarkt diskutiert. Im weiteren Gespräch wurde schnell klar, dass die Ergebnisse der 2013 erstellten ÖPNV-Machbarkeitsstudie (Lindschulte-Gutachten) für eine ausführliche Diskussion nicht ausreichend sind. Diese berücksichtigt beispielsweise nicht den gesamten Verkehrsraum Osnabrück, sondern beschränkt sich auf das Stadtgebiet. Außerdem liefert das Gutachten keine rechnerische Kosten-Nutzenanalyse. Ein positiver Kosten-Nutzen-Faktor könne mit einer Stadtbahn jedoch erreicht werden, sobald die Umlandgemeinden mit einbezogen würden, schrieb Thomas Polewsky von der Stadtbahninitiative in einer Stellungnahme zur Studie. "Mit den aktuell vorliegenden Informationen können wir nicht endgültig beurteilen, ob eine Stadtbahn die Reduzierung der Schadstoffbelastung in der Innenstadt fördern würde. Außerdem gilt es zu hinterfragen, wie sich die Schienen auf den Fahrradverkehr auswirken. Dieser darf in keinem Fall zusätzlich belastet werden", so Nils Ellmers, Ratsmitglied der Piraten. "Um diese Fragen sinnvoll beantworten zu können, brauchen wir eine fundierte Berechnung des Kosten-Nutzen-Faktors und müssen den Verkehrsraum über die Stadtgrenzen hinaus denken", ergänzt Wulf-Siegmar Mierke, Ratsmitglied der UWG. Des Weiteren führt der Vorsitzende der Gruppe UWG und Piraten an, dass die Ziele des Masterplan Mobilität ohnehin schwer zu erreichen sein. Somit stelle die Stadtbahn eine vielversprechende Option dar, um die anvisierte Steigerung des ÖV-Anteil von 8% auf 19% bis 2025 zu erreichen. Die Gruppe ist fest entschlossen bei diesem Thema aktiv am Ball zu bleiben.

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