Pressemitteilung der Gruppe UWG und Piraten - Nettebad bald exklusives Vergnügen?

Die Fraktionsgruppe UWG und Piraten bezweifelt, dass die von den Stadtwerken angekündigte Preiserhöhung für alle Bäder losgelöst von den aktuellen Investitionen der städtischen Tochtergesellschaft zu sehen sind. “Dass die Stadtwerke nach eigener Aussage eine halbe Million Euro für eine neue Rutsche und circa drei Millionen für eine Elektrokartbahn ausgeben müssen, um ihre Daseinsvorsorge zu gewährleisten, hört sich nicht nur paradox an, sondern kann doch auch nicht richtig sein!”, bemängelt und hinterfragt Wulf-Siegmar Mierke Ratsmitglied der UWG. Aus Sicht der Gruppe UWG und Piraten entwickelt sich der Standort Nettebad zusehends zu einem exklusiven Vergnügen, dass zunehmend sogar Familien und Kinder aus der unmittelbaren Nachbarschaft zwingt aus Kostengründen in die Bäder des Osnabrücker Umlandes auszuweichen.

Als nicht nachvollziehbar und fragwürdig bezeichnet die Gruppe auch die uneinheitliche Anpassung der Tarifstruktur. Auch von einer durchschnittlichen Erhöhung der Eintrittspreise um 2% kann nicht die Rede sein, beanstandet die Ratsgruppe. “Laut unseren Berechnungen
beträgt im Rahmen der neu eingeführten Sommerpreise der maximale Anstieg im Moskaubad für Kinder unter 4 Jahren satte 53,84% (das heißt auch zwei Euro für Babies) während der minimale mit 2.08% im Schinkelbad für Frühschwimmer immer noch oberhalb
des in dem Artikel Berichterstattung der NOZ hieß”, so Nils Ellmers, Mierkes neuer Fraktionskollege von den Piraten. Ebenfalls massiv angezogen werden die ermäßigten Eintrittspreise im Nettebad mit knapp 18,5% und im Moskaubad sogar mit über 28% beim Sommertarif. “Das trifft vor allem Schüler und Menschen mit einem Handicap und widerspricht damit der Daseinsvorsorge”. Ellmers sieht die erneute Preissteigerung nach nur einem Jahr als äußerst familienfeindlich: “Ich fahre mit meiner vierköpfigen Familie inzwischen auch ins Osnabrücker Umland zum Baden, weil es deutlich günstiger ist und Kleinkinder freien Eintritt haben. Insofern stellt sich die Frage, ob der Fehlbetrag nicht eher durch ein Ausbleiben der Badegäste hervorgerufen wird!”.
 
Ebenfalls wurde inzwischen eingeführt, dass Studenten ab dem 27. Lebensjahr nicht mehr als ermäßigt gelten. “Diese intransparente und zum Teil klammheimliche Preispolitik zu lasten der nicht so gut Betuchten, schadet letzten Endes auch dem Ansehen unserer Bäder”, kritisiert die Grupp UWG und Piraten.
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